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Fruchtbarkeitsmanagement
im Milchviehbetrieb

Fruchtbarkeit Milchkühe Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Bremervörde

Am 25.01.2007 haben wir eine Informationsveranstaltung für unsere Landwirte durchgeführt. Hauptredner war Dr. Lothar Jäkel, Fachtierarzt für Rinder aus Arnstadt in Thüringen mit seinem Vortrag „Fruchtbarkeitsmanagement im Milchviehbetrieb“. Die wichtigsten Fakten sind im folgenden zusammengefasst:

Dr. Lothar Jäkel Fruchtbarkeit bei Milchkühen Bremervörde

In vielen Milchviehbetrieben versucht man zu Beginn der Laktation schnell eine hohe Milchleistung zu erreichen, aber sie fällt auch schnell wieder ab
(= mangelnde Persistenz).

Dies hat zum Nachteil, dass die negative Nettoenergiebilanz, in der sich eine Kuh in den ersten Wochen der Laktation immer befindet, nur verstärkt wird mit den Folgen eines verstärkten Abbaus von Körperfett
(= schlechtere spätere Fruchtbarkeit) und mangelnde Persistenz (= weniger Milch).

Kühe nicht in ihrer Leistungsbereitschaft ausbremsen, aber gleichzeitig auch nicht treiben!

Das bedeutet, nach dem Kalben die Kraftfuttergaben nicht zu schnell steigern, und die Peakleistung nicht schon am 30. Tag bis 40. Tag einstellen, sondern später.

Eine mangelnde Persistenz und schlechte Fruchtbarkeit bedeuten auch, dass am Ende der Laktation die Milch schnell abfällt, und die Kühe zum Verfetten neigen.

Besonders überkonditionierte Kühe bauen nach dem Kalben stark Fett ab, sind krankheitsanfälliger, werden schlechter tragend und verfetten auch am Ende der Laktation wieder. Diese Kühe können bereits vor der Geburt Fett abbauen, wobei die TM-Aufnahme sich deutlich verringert.

Die Tierärztliche Gemeinschaftspraxis am Voßberg bietet den Landwirten ein intensives Fruchtbarkeitsmanagement an, d.h. ein strategisches Vorgehen in der Herde, um bestmögliche Fruchtbarkeit zu erzielen:

  • ständige Rationskontrolle aller Gruppen einer Herde (Trockensteher und Anfütterer, Frischabkalber und Hochleistende, Altmelkende)

  • Analyse von Milchkontrolldaten mithilfe eines Herdencomputerprogramms

  • Analyse von Blutproben, Leberwerte, Freie Fettsäuren/NEFA (vor allem 3 Tage a.p. bis 10 Tage p.p.)

  • Analyse von Harnproben: K, Na, NSBA, Ca, P

  • Puerperalkontrollen (Ist die Kuh sauber?)

  • Körperkonditionsbeurteilung

  • Eierstockskontrollen

  • Routinemäßige Trächtigkeitsuntersuchungen

Fruchtbarkeitsseminar Bremervörde
Fruchtbarkeitsseminar Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Bremervörde
Fruchtbarkeitsseminar Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Bremervörde
Fruchtbarkeitsseminar Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Bremervörde
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Fruchtbarkeitsseminar Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Bremervörde
Fruchtbarkeitsseminar Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Bremervörde
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Fruchtbarkeitsseminar Dr. Rolf Jebens
Dr. Rolf Jebens und Dr. Lothar Jäkel
Fruchtbarkeitsseminar Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Bremervörde